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TechnologieRegion Karlsruhe

Interview mit IHK-Präsident Grenke

Interview mit IHK-Präsident Grenke

IHK-Präsident Wolfgang Grenke

Mit seinem Firmensitz im badischen Ettlingen befindet sich FUNKINFORM mitten in einer europäischen IT-Hochburg. 4.200 IKT-Unternehmen mit mehr als 30.000 Mitarbeitern bilden die einzigartige Technologieregion Karlsruhe. Der „Atlas der IKT-Aktivitäten in Europa“ führt 34 Hochleistungsregionen der Branche aus zehn europäischen Ländern auf, mit Karlsruhe auf Platz 4. Über Forschung und Entwicklung sowie Innovationskraft ein Gespräch mit IHK-Präsident Wolfgang Grenke.

Das IHK-Jahresthema lautet „Digitale Wirtschaft“. Wollen Sie damit einen besonderen Akzent im Rahmen des Karlsruher Stadtjubiläums setzen?

Wolfgang Grenke: Im Jahr des Stadtgeburtstags richten wir den Blick in die Zukunft. Karlsruhe ist seit jeher geprägt von Erfindergeist und Innovationsfreudigkeit. Heute, in Zeiten der Digitalisierung und Industrie 4.0, ist Karlsruhe Motor für Weiterentwicklungen vor allem im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien.

Welche Bedeutung haben IKT-Unternehmen in der TechnologieRegion Karlsruhe?

Wolfgang Grenke: Der wirtschaftliche Erfolg der TechnologieRegion Karlsruhe (TRK) ist in hohem Maße auf die regionale IKT-Branche zurück zu führen. Bereits mit Gründung der ältesten Informatik- Fakultät vor über 40 Jahren am heutigen Karlsruher Institut für Technologie (KIT) siedelten sich die ersten IT-Unternehmen in der Region an. Die TRK ist heute wesentlicher Bestandteil des deutschen Spitzenclusters „Software-Innovationen für das Digitale Unternehmen“. Diese Spitzenstellung als führendes IT-Cluster in Baden- Württemberg wurde der Region 2014 durch eine Studie der EU-Kommission bestätigt: Unter 1.303 EU-Regionen liegen nur noch Paris, London und München vor uns!

Wie haben sich die Kennzahlen entwickelt: Unternehmen, Arbeitsplätze, Innovations- und Wirtschaftskraft?

Wolfgang Grenke: Im Bezirk der IHK Karlsruhe entwickelt sich die Wirtschaftskraft der Betriebe nach wie vor sehr positiv. Das Bruttoinlandsprodukt überstieg erstmals die 40 Mrd. Euro Marke. Auch die Zahl unserer Mitgliedsunternehmen steigt seit Jahren kontinuierlich auf mittlerweile über 68.000. Dadurch sind allein in den vergangenen fünf Jahren fast 35.000 neue Arbeitsplätze entstanden – ein Anstieg um rund 9 Prozent. Die Region Mittlerer Oberrhein liegt beim Baden-Württembergischen Innovationsindex des statistischen Landesamts 2014 vorn. Dieses Ranking beweist das hohe Niveau unserer Innovationskraft umso mehr, da Baden-Württemberg innerhalb der Europäischen Union bereits den Spitzenplatz belegt.

Ist die fortschreitende Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft nicht für etablierte Unternehmen und Branchen auch eine ernste Bedrohung?

Wolfgang Grenke: Die Digitale Wirtschaft ist eine große Chance und Grundlage für der künftigen Unternehmergeneration in der zunehmenden Globalisierung der Märkte. Um digitale Daten und Anwendungen der Unternehmen zu schützen, bauen wir in der TechnologieRegion unsere hohe Kompetenz in IT-Sicherheit fortlaufend weiter aus. Unter anderem arbeiten an diesem Thema das Kompetenzzentrum für angewandte IT-Sicherheitstechnologien (KASTEL) und die insbesondere mittelständische Unternehmen für IT-Sicherheit zu sensibilisieren und bei deren Umsetzung zu unterstützen. Das BMBF erklärte Karlsruhe 2014 zu einem nationalen Kompetenzzentrum für Cybersicherheit.

Wie sieht es mit jungen Unternehmern aus? Hat sich schon eine Gründer-Szene herausgebildet?

Wolfgang Grenke: Gleich mehrere große Netzwerke unterstützen die Karlsruher Gründer-Szene und ermöglichen lebhafte Kommunikation und Austausch unter den Gründern. Das Cyberforum und die Technologiefabrik fördern zum Beispiel Gründer im High-Tech- und IT-Bereich und vernetzen sie miteinander. Aber auch Organisationen wie der Social Media Club Karlsruhe oder die KA-IT-Si bieten ein attraktives und dynamisches Umfeld für unsere wachsende Gründer-Szene.

Welche Rolle spielt das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) dabei?

Wolfgang Grenke: Das KIT ist eine wesentliche Grundlage für den Erfolg des Standorts. Uns muss es gelingen, aus studentischen Ideen schnellstmöglich Startups und marktfähige Produkte zu entwickeln, um auf internationalisierten Märkten wettbewerbsfähig zu sein. Die Verzahnung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft spielt dabei die entscheidende Rolle.

Kooperation und Vernetzung haben heutzutage eine wachsende Bedeutung. Was leistet die IHK dazu?

Wolfgang Grenke: Die IHK Karlsruhe berät und fördert die regionale Wirtschaft mit mehr als 500 qualitätszertifizierten Dienst- und Serviceleistungen. Vor allem in der Vernetzung der unterschiedlichen Akteure im Bereich Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft liegt unsere Stärke. Eine wichtige Rolle spielt auch die engagierte, ehrenamtliche Tätigkeit in den Gremien der IHK. Hierdurch entsteht in der TechnologieRegion Karlsruhe ein starkes Wir-Gefühl der regionalen Wirtschaft. Das fördert die Kooperation und Weiterentwicklung innerhalb der Region Karlsruhe/Baden-Baden und festigt die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts.

Die Fragen stellten Lars Lier und Dieter Soika.

Zur Person

Der Baden-Badener Unternehmer Wolfgang Grenke (Jahrgang 1951) wurde 2013 zum IHK-Präsidenten in Karlsruhe gewählt, nachdem er der Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer bereits seit 2005 angehört und seit 2007 als ihr Vizepräsident fungiert hatte.

Wolfgang Grenke hatte 1978 die Grenkeleasing KG gegründet und damit den Grundstein für seine inzwischen gelegt. Leasing, Bank und Factoring bilden das Leistungsspektrum und mittelständische Unternehmen stehen als Kunden im Mittelpunkt. Die Grenke Gruppe mit mehr als 100 Standorten im In- und Ausland hat rund 900 Mitarbeiter.

Wolfgang Grenke ist der Vorstandsvorsitzende. Der Unternehmer engagiert sich vielfältig kulturell und sozial. 2004 gründete er die Grenke-des Schachsports, sowie von Kunst, Architektur und Denkmalschutz. 2009 eröffnete die Stiftung das Kulturhaus LA8 in Baden-Baden, dem das sanierte Palais an der Lichtentaler Allee aus dem Jahre 1820 zur Verfügung steht. Das Kulturhaus LA8 beherbergt den Neubau des Museums für Kunst und Technik des 19. Jahrhunderts.

Schwerpunkte der Stiftungsarbeit sind zudem Baden (Bundesstützpunkt Schach), das IHK-Schulprojekt „Wirtschaft macht Schule“ sowie das Education- Programm „Kolumbus: Klassik entdecken!“ des Festspielhauses Baden-Baden, das Schülern den Zugang zur klassischen Musik eröffnet. Die Schulklassen besprechen den Inhalt der Konzerte im Unterricht, können an Orchesterproben teilnehmen und erleben dann „das im Festspielhaus Baden-Baden. 


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