Kerstin Saathof, News Solutions Consultant bei Google Germany:

„Sie haben genau 60 Sekunden – ab jetzt!“

„Sie haben genau 60 Sekunden – ab jetzt!“

Kerstin Saathoff, Beraterin bei Google Germany.

Papierbögen und Filzstifte sind an die Tagungsteilnehmer ausgegeben. Kerstin Saathoff, News Solutions Consultant bei Google Germany, überrascht ihre Zuhörer mit einem ungewöhnlichen Beginn ihres Vortrags. „Sehen Sie sich Ihren Nachbarn links oder rechts einmal an. Und dann zeichnen Sie ihn bitte. Sie haben genau 60 Sekunden – ab jetzt!“ Verdutzte Gesichter, dann lautes Lachen und mehr oder weniger gekonnte Versuche, irgend etwas zu Papier zu bringen. Nach einer Minute darf jeder sein „Werk“ unterschreiben und seinem Nachbarn überreichen.

Verlage suchen nach neuen Geschäftsfeldern und Geschäftsmodellen. Innovationen sind also gefordert. Da stellt sich die Frage nach dem kreativen Potential, das in den Mitarbeitern eines Unternehmens schlummert. Und die kleine Zeichenübung, mit der Kerstin Saathoff locker in ihren Vortrag über Kreativität und Innovationen gestartet ist, bringt gleich wichtige Erkenntnisse auf den Punkt. Kreativität lässt sich nicht auf Knopfdruck bestellen und schon gar nicht unter Zeitdruck abrufen. Ein längerer Lernprozess im Team muss vielmehr angestoßen und dann Schritt für Schritt erweitert werden.

Google, bekannt für erfolgreiche Produkte und seine Innovationskraft, hat ein Workshop-Konzept entwickelt, um anderen Teams zu helfen, zu neuen Ideen zu kommen und ungewöhnliche Wege zu beschreiten. Kerstin Saathoff stellt Verlagen auf Wunsch das Google-Konzept vor und hilft dabei, zu lernen kreativ zu sein.

Für jeden Innovationsprozess gibt es Grundvoraussetzungen, die eigentlich selbstverständlich sein sollten, aber dann doch oft vergessen werden. „Der Nutzer steht im Fokus“ lautet so ein Basissatz. Und „Was wäre wenn?“ ein anderer. Das bis dahin vielleicht Unmögliche zu denken und vor allen Dingen „ganz groß“ zu denken, sind ebenfalls Grundregeln.

Wer auf der Suche nach Neuem ist, der muss in der Dimension „10x“ und nicht „10%“ denken. Wer andere Lösungen finden will, der darf nicht „ja, aber...!“ einwenden, sondern muss „ja, und...?“ fragen. Das Ziel eines jeden Entwicklungsprozesses sollte laut Kerstin Saathoff ein Prototyp sein. „Wenn Sie das nächste Mal eine Idee haben, nehmen Sie sich die Zeit, einen einfachen Prototypen zu bauen: zum Beispiel ein Rollenspiel für einen Service oder eine Zeichnung von Screens für eine App“, schlägt die Google-Beraterin vor.

Da auch Fehler, Pannen und Scheitern unvermeidbar zum Kreativen gehören, können durch Prototypen falsche Lösungen leichter verkraftet werden. Ehe man sich nämlich mit kostspieligen Investitionen auf einen falschen Pfad begibt.

Wenn schon eine Vertreterin von Google anwesend ist, dann muss die Gelegenheit genutzt werden, gerade auch für kritische Fragen. Warum macht Google das? Was müssen die Verlage an Gegenleistung erbringen? Wie verhält es sich mit den Fördermitteln, die Google in einem Fonds für Innovationen bereitstellt? Kerstin Saathoff steht Rede und Antwort und fasst Googles Motive zusammen: "Wir möchten, dass es unseren Partnern gut geht. Und die Verlage sind unsere Partner."


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