Dr. Marco Olavarria, Geschäftsführer von Kirchner + Robrecht:

Wie man die Mannschaft richtig aufstellt

Dr. Marco Olavarria plädiert für Organisationskultur mit viel Teamverantwortung

Wie man die Mannschaft richtig aufstellt

Dr. Marco Olavarria, Unternehmensberatung Kirchner + Robrecht.

Die jeweilige Mannschaftsaufstellung gehört zu den spannendsten Momenten vor jedem Fußballspiel. Denn aus ihr können nicht nur neutrale Beobachter, sondern kann auch das gegnerische Team einiges über die Taktik ablesen. Auch Unternehmen müssen die richtige Zusammensetzung ihrer Mitarbeiter und die bestmögliche Organisationsform finden, um erfolgreich sein zu können.

Dr. Marco Olavarria hat als Geschäftsführender Gesellschafter der Unternehmensberatung Kirchner + Robrecht täglich mit den Umwälzungen in Verlagshäusern zu tun. Rund drei Viertel seiner Beratungen beziehen sich inzwischen auf Projekte der digitalen Transformation. Um mit neuen Produkten in neuen Märkten Erfolg haben zu können, muss nach Olavarrias Worten die Mannschaftsaufstellung stimmen.

Wenn die Anzeigenerlöse und die Printauflagen zurückgehen und wegen des Kostendrucks die Entscheidungsspielräume immer enger werden, sei ein grundsätzliches Umsteuern nötig. Dabei gehe es vor allem um Fähigkeiten und Fertigkeiten zur Digitalisierung der Prozesse und Produkte. Warum der Transformationsprozess häufig viel zu schleppend verläuft oder sogar scheitert, erklärt Olavarria auf Grund von Untersuchungsergebnissen mit vier Mängeln: Führungskräfte scheuen allzu häufig radikale Entscheidungen, es fehlt an nutzerzentriertem Vorgehen und außerdem meinen Verantwortliche in Unternehmen, viel zu wenig Zeit für Veränderungen zu haben.

Hauptursache für ein Scheitern ist jedoch, was Olavarria „die Verteidigung bestehender Strukturen“ nennt. Für ihn bedeutet eine bessere Organisation, sich künftig ausschließlich an sachlichen Kriterien und am Kundennutzen zu orientieren und nicht an Hierarchien und Personen. Verantwortung für das ganze Team, mehr Transparenz und eine intensive Kommunikation seien unabdingbar.


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